Hexenschuss im Schlaf?

Entspannt und erholt morgens aufwachen, dass wäre ein Traum! Manchmal aber kommt es ganz anders. Was abends vielleicht nur als unangenehme Verspannung wahrgenommen wurde, erweist sich beim Erwachen als schmerzhafter „Hexenschuss“. Meistens betrifft diese Schmerzattacke eher den Nacken-Schulterbereich. Das liegt zum einen daran, das vielleicht der Kopf nachts verdreht gelagert wurde, oder der Oberkörper im Winter nicht richtig bedeckt wurde, und Kälteempfindlich reagiert hat. Das aber ist nur die eine Seite. Meistens kommt hinzu, dass abends mit einer stressbedingten Muskelspannung ins Bett gegangen wurde, und nicht immer reichen einige Stunden Schlaf aus, um wieder zur Entspannung zu finden. Außerdem werden   Eltern häufig von ihren Kleinkindern im Schlaf gestört. Überraschend genug wird auf Nachfrage all das gar nicht mehr als Stress wahrgenommen, die Anspannung ist dauerhaft geworden.

Erste Hilfe bei solch einem schmerzhaften erwachen: Wärme, wie etwa mit einer heißen Dusche, und vorsichtiges Dehnen. Ist der Schmerz ein spitzer Nervenschmerz, sollte fachmännische Hilfe gesucht werden. In jedem Fall würde ein Osteopath nach Dysfunktionen im Bereich der Wirbelsäule suchen, und auch das vegetative Nervensystem beruhigen. Langfristig hilft nur, was auf neudeutsch „Stressmanagement“ genannt wird. Also abends noch einmal in Gedanken den Tag durchgehen, damit es wirklich zur geistigen Entspannung kommt. Nur dann kann eine wirkliches Loslassen im Schlaf erfolgen.

Schlafstörungen

fast jeder hat es schon einmal erlebt: trotz großer Müdigkeit findet man keinen Schlaf. Geschieht dies nur ab und zu, so besteht noch kein und zur Sorge.

Wenn der Schlaf aber über eine längere Zeit gestört ist, so hat dies Einfluss auf das körperliche und seelische Wohlbefinden. Unterschieden wird in Einschlaf-und Durchschlafstörungen. Bei den Einschlafstörungen wälzt sich der Mensch trotz großer Müdigkeit manchmal sogar Überstunden im Bett, ohne einschlafen zu können. Hier hilft es oft, sich abends ein Ritual zurecht zu legen, mit dem der überreizte  Organismus allmählich herunterfährt. Allerdings können seelische Probleme den Stresspegel so erhöhen, dass der Schlaf erst dann wieder gefunden wird, wenn die Schwierigkeiten gelöst sind. Osteopathisch gesehen wäre es hier z. B. angezeigt, das vegetative Nervensystem zu beruhigen.

Bei den Durchschlafschwierigkeiten liegt die körperliche Situation anders. Hier ist das Einschlafen unproblematisch, aber zu einer bestimmten nächtlichen Uhrzeit wird der Patient wach und findet möglicherweise gar keinen Schlaf mehr. Durchschlafstörungen sind in Eigenregie nicht leicht zu steuern. In jedem Fall ist es auch hier gut, den Tag stressfrei ausklingen zu lassen und die letzte Mahlzeit des Tages nicht zu spät einzunehmen. Für den entsprechend geschulten Osteopathen ist es interessant, um wie viel Uhr der Patient wach wird. Dies kann den ersten Hinweis auf die gestörte Organtätigkeit geben, die eine Ursache der Schlafstörung  bilden könnte.